weitere Aktivitäten

Die Mitenand-Arbeit ist ein lebendiges Gebilde, mit einer Vielzahl regelmässiger und unregelmässiger, gemeinschaftlicher Anlässe, Treffpunkte und gegenseitiger Unterstützung in der Alltagsbewältigung. Sowohl die Planung und Ausführung der Arbeit, als auch die gegenseitige menschliche und geistliche Begleitung wird zum überwiegenden Teil von Freiwilligen geleistet. Sie organisieren sich in lockeren oder auch verbindlicheren Gruppen. Diese haben keine festen Strukturen bzw. Mitglieder. Charakteristisch für die Arbeit ist, dass es viel Raum gibt zum Ausprobieren. Weil nichts darin den Anspruch von Perfektion erhebt, macht es vielen Mut, ihre „laienhaften“, begrenzten Möglichkeiten einzubringen und mit grossem Engagement und Begeisterung dabei zu sein.
Hier nun eine stichwortartige Auswahl aus den verschiedenen Aktivitäten und Aufgaben der Gruppierungen, um sich die Mitenand-Arbeit etwas konkreter vorstellen zu können. Dazu werden jeweils 1-2 Personen, die darin engagiert sind, exemplarisch genannt.
Mitenand – Team Etwa 15-20 Frauen und Männer, die in unterschiedlichen Zusammenhängen Verantwortung für die Arbeit tragen. Regelmässige Treffen alle 1-2 Monate für persönlichen Austausch und Planung der Arbeit. z.B Francisco (ehemaliger Priester der Pfarrei St. Joseph)
Liturgiegruppe Theologische Begleitung : 5-7 Personen (TheologInnenen und Laien), die entweder regelmässig im Gottesdienst (mit und ohne besondere Rolle) oder auch nur hie und da anwesend sind. Sie haben beratende Funktion und leiten die Gottesdienste. Es geht um Fragen wie: Welcher Ablauf von Bibeltexten ist für die jeweilige Kirchenjahreszeit geeignet (unter Berücksichtigung der Spielbarkeit für die Theatergruppe)? Ob und in welcher Form könnte das Abendmahl ab und zu in den Gottesdienst integriert werden? (u.a. zu beachten: ökumenisch, Anwesenheit von Aleviten etc.) z.B.: Beni Schübert (Pfarrer)
Theatergruppe Jeden Sonntagnachmittag wird der Bibeltext des Tages kreativ in Theaterszenen übertra-gen, eingeübt und am Abend im Gottesdienst gespielt. Ca. 5 Personen sind regelmässig dabei und 5-10 weitere kommen unregelmässig dazu. z.B. Ehepaar Patrick (Kamerun) und Sivia (Schweiz)
fellowship Jeden Freitagabend wird der Bibeltext vom folgenden Sonntag besprochen. Sehr berei-chernd ist der Austausch von Herkunftsgemeinde- und kulturspezifischen Gottesbildern und Erfahrungen mit dem Evangelium; direkte Hilfestellung durch Übersetzung des Bibeltextes in den persönlichen Alltag. z.B. Martha (Etheopia)
PredigerInnen Voraussetzungen: Jede/r PredigerIn sollte schon einige Mitenand-Gottesdienste besucht haben; er/sie nimmt am jeweils vorausgehenden fellowship teil; Bereitschaft, auf das Theaterspiel einzugehen; Kurzpredigt mit einfachen, klaren Aussagen und gut übersetzbarer Sprache. z.B. Benedict (Schweiz)
Feste / Rituale Bei verschiedenen Festen (z.B. Hochzeiten, besondere Geburtstage, Todesfälle) übernehmen Leute aus der Mitenand-Arbeit die Funktion der Grossfamilie (Organisation, Animation, materielle Hilfe etc.) z.B. Ehepaar Valentin (Elfenbeinküste) und Kathrin (Japan/Schweiz)
Kirchliche Feiertage Gemeinsames Gestalten kirchlicher Feiertage (Weihnachten, Ostern, Pfingsten etc.) ; nebst liturgischer Gestaltung, essen, singen, tanzen – feiern wie in einer Grossfamilie. z.B. Levent (Türkei)
Ferien z.B. Familienferienwoche in den Bergen mit TeilnehmerInnen aus der ganzen Schweiz (ca. 250 Personen, davon etwa 80-100 Kinder und Jugendliche) z.B. Ehepaar Rosangela (Brasilien) und Carlos (Schweiz)
Sigristen Betreuung des Kirchenraumes während dem Sonntagsgottesdienst (Beleuchtung, Ton etc.) Empfang der Besucher beim Betreten der Kirche z.B. Sr. Emmi (Diakonisse, Schweiz)
Hausteam (Mitenand-Haus) Verantwortlich für die Koordination: Informationsdrehscheibe, Empfang, Gast-freundschaft und Unterstützung für Menschen in Not z.B. Thawm (Burma) und Anne-Marie (Schweiz)